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So schmeckt der Sommer

Wie herrlich ist es ganz früh morgens durch den verschlafenen Garten zu schlendern, eine Hand voll wilder Erdbeeren zu pflücken und sich gleich in den Mund zu stecken… einfach köstlich.

Diese kleinen aromatischen Früchte wecken bei mir eine ganze Menge Kindheitserinnerungen. Mit meinem Vater sind meine Geschwister und ich sonntags oft in einen stillgelegten Steinbruch gefahren, um dort den Nachtisch für das Mittagessen zu sammeln. Der Ort war seine Geheimstelle und es gab dort wirklich viele. Trotzdem war es eine mühsame Angelegenheit genug für fünf Personen zusammen zubekommen, zumal sie so köstlich schmeckten…  wir durften aber nur jede vierte Beere sofort naschen 😉

Ich weiß noch, dass mein Bruder, der 6 Jahre jünger ist als ich, sich meist gedrückt hat und lieber nur rumgelaufen ist, um irgendwelche Pflanzen oder Kleintiere zu bestaunen. Heute finde ich es schön, daran zurück zudenken – damals fand ich es nicht immer lustig und war oft ein bisschen sauer auf ihn 😉

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Der Sommer steht in voller Pracht und ist in diesem Jahr ein bisschen „normaler“ als in den letzten zwei Jahren. Nicht so viele heiße Tage am Stück, zwischendurch auch richtig kühl und öfter mal ein Regenschauer – die Natur ist dankbar und ich bin es auch.

Ich liebe den Sommer mit seinen langen hellen Tagen, die lauen Abende im Garten und noch mehr die ersten Sonnenstrahlen am frühen Morgen, wenn der Tag gerade erwacht,  noch neu und unverbraucht ist. Die große Hitze brauche ich nicht. Leider wird es eine Ausnahme sein, die globale Erwärmung nimmt weiter zu, raubt uns und der Natur den Atem.

Vielleicht ist dieses Jahr mit der all und jeden umfassenden Corona Pandemie ein großes Warnsignal und dabei auch eine große Chance, die Dinge endlich!!!! in den richtigen und über alle Maße wichtigen Fokus zu stellen!?!?

Die immer wieder kehrenden Ausreden der Politiker und Industrie, viele Veränderungen seien nicht machbar, nicht tragbar und nicht durchsetzbar – uns zeigen doch gerade die vergangenen Monate, dass das nicht stimmt!

Was wurde uns nicht alles abverlangt, welche Einschränkungen mussten wir hinnehmen, wieviel Kreativität wurde frei- und umgesetzt, um Lösungen im Alltag zu finden… Das war alles andere als einfach, aber wir haben gelernt, dass das Leben weitergeht – auch mit oder gerade wegen vieler Schwierigkeiten. Die Umwelt hat sich direkt sichtbar erholt – das sollte uns endlich zum Umdenken und Handeln bringen!!! Hoffentlich gelingt es, jetzt auch die letzten Leugner, Ignoranten und Ungläubigen auf den richtigen Weg zu bringen!!!

Unser Planet ist so wunderbar und hat so viel schönes zu bieten – all das darf nicht aus Bequemlichkeit, Raffgier oder materialistischem Denken und Handeln noch weiter zerstört werden!

Die Natur schätzen und schützen….!

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Auch in diesem Monat gab es wieder einen Open Air Stricktreff im Garten. Es ist so schön, dass diese Treffen wieder möglich sind, wir die Strickbegeisterten zusammenführen und damit auch ein bisschen glücklicher machen können 🙂

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Die Blumen blühen momentan um die Wette und das Gemüse wächst und wächst… wir kommen mit dem Ernten und Verspeisen der Köstlichkeiten manchmal garnicht so schnell hinterher.

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Die letzten Wochen waren neben Gartenarbeit, Radtouren und Faulenzen im Garten, gefüllt mit einer Menge kreativer Arbeit.

Ich habe einige Projekte entworfen, fertiggestellt und Anleitungen geschrieben. Neues begonnen und noch viele Ideen im Kopf, die auf ihre Umsetzung warten.

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Aus dem wunderschönen Sockengarn der lieben Natalia von Blackforst Yarn  habe ich die Socken Picknick gestrickt. Das Garn ist so kuschelig weich und die Farben einfach unglaublich leuchtend und intensiv. Es hat sehr viel Spaß gemacht, damit zu stricken.

Ein weiters Paar Socken für meinen jüngeren Sohn habe ich auch fertig. Sie passen in seiner Lieblingsfarbe Grün perfekt zu seinem neuen Fahrrad 😉

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Das wirklich coolste Sommerprojekt aber, war und ist das T-Shirt Freibad .

Top-Down mit geringelter Raglanpasse aus dem wirklich einzigartigen Leinen Lino Muka von Wollen Berlin gestrickt.

Es handelt sich dabei um das erste eigene Garn des trendigen Wollgeschäftes in Friedrichshain/Berlin, bestehend aus 100% Leinen aus Litauen.

„Lino Mūka bedeutet übersetzt aus dem alten Litauisch Leben des Leines.
Unser Leinen kommt aus Litauen, wo das Garn einen ganz besonderen Platz in der Kultur einnimmt und sehr beliebt ist. Flachs wird dort seit Tausenden von Jahren angebaut, denn das Klima und der Boden sind hervorragend für die Pflanze geeignet.“   (Zitat Webseite Wollen-Berlin, Lino Muka)

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Ich liebe dieses Garn, es ist perfekt für den Sommer, da es kühlende Eigenschaften besitzt, aber auch mit anderen feinen Garnen doppelfädig verarbeitet, einfach unschlagbar ist.  (s. Pullover Fredag)

Und es gibt unglaubliche 56 Farben!!!! Wer da keine Lieblingsfarbe(n) findet… 😉

Für mich stellt sich da ehr die Frage, wann ich all meine Ideen umsetzen und stricken soll?!

In diesem Sinne bleibt gespannt, was es hier demnächst noch alles neues geben wird…

Ich wünsche euch weiterhin einen schönen Sommer

Ellen xo

 

 

 

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Die einfachen Dinge schätzen

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In den vergangenen Wochen bzw. Monaten des eingeschränkten Lebens haben wohl viele Menschen vermehrt nach Möglichkeiten gesucht, ihre freie Zeit in den eigenen 4 Wänden, dem Garten oder der Natur mit Beschäftigungen zu füllen. Einigen wird das am Anfang sicher schwer gefallen sein, da ihr Leben sonst mit den verschiedensten Unternehmungen außerhalb von Zuhause ausgebucht war. Vielleicht ist es auch manchen bis jetzt nicht wirklich gut gelungen und sie wünschen sich das ’normale‘ Leben schnell zurück. Das wird so fix sicher nicht passieren und wir alle müssen damit umzugehen lernen.

Ich habe in dieser Zeit gemerkt, dass es so viele Dinge gibt, die ich sehr gerne tue und für die ich gar nicht immer Zeit und Muße habe.

Unser Garten ist groß, aber zum Glück finden mein Mann und ich einen naturnahen Garten mit Platz für Bienen und andere Insekten, viele verschiedene Vögel und unseren langjährigen Begleiter, einen Igel, sehr schön und alles darf relativ frei wachsen.

Die Tomatenkästen stehen gut geschützt auf der überdachten Terrasse neben einer Vielzahl von Kräutern und unsere Hochbeete erfreuen sich gut gedeihender Gemüsepflanzen, die ich selbst vorgezogen habe. Es macht soviel Freude dabei zu zusehen, wie die Samen keimen und die kleinen Pflänzchen wachsen und immer kräftiger werden.

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Einiges konnten wir bereits ernten und wir genießen unser eigenes Gemüse, Salat und Kräuter!

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Neben meinem Garten und dem Verarbeiten seiner Köstlichkeiten, backe ich, so lange ich denken kann, sehr gerne. Neben Kuchen allerart, gehört das Brotbacken bereits seit mehr als 20 Jahren zu meinem Alltag. Als wir 1998 in unser jetziges Zuhause zogen, war die erste Anschaffung eine Getreidemühle. Sie leistet mir seitdem wunderbare Dienste und ich möchte nicht auf das herrlich duftende, frisch gemahlene Mehl verzichten.

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Viele verschieden Sorten Getreide – viele verschiedene Sorten Brot…

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und Kuchen :-))

Neben diesen ‚häuslichen‘ Beschäftigungen gehört das Spazierengehen zu meinen Favoriten. Wir wohnen glücklicherweise sehr ländlich und sind von Wald und Wiese umgeben, auch ist der Schiedersee und die alte Burg Schwalenberg nicht fern. Das Wetter meinte es in den letzten Wochen ja auch wirklich gut mit uns, so dass wir die Natur um uns herum genießen konnten!

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Ein toller Frühling war es trotz der vielen Einschränkungen und ich bin dankbar für alles Schöne um mich herum!

Ich freue mich nun auf einen wunderbaren Sommer, vieles ist schon wieder machbar und das Leben wird bunter und kontaktreicher. Ab Juli darf ich meine Kurse in der Reha Klinik wieder aufnehmen und letzte Woche hatten wir unseren 1. Open Air Stricktreff im Garten.

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Wie toll war es, fröhliches Geschnatter und Nadelgeklapper im Garten zu hören 🙂

Das wird auf jeden Fall wiederholt!

Bis bald

Ellen x