Allgemein, Strickeisen

Sommer

Es ist kaum zu glauben, aber das 1. Halbjahr ist schon wieder Geschichte und ich habe diesen Blog sträflich vernachlässigt.

Das aber nicht, weil es nichts zu berichten gab, sondern die Zeit einfach nur so dahin fliegt und es so viel zu tun gab.

Viele neue Modelle sind entstanden, die Strickreise hat stattgefunden und ich habe ein spektakuläres Wollfest in Berlin besucht.

Die neuen Modelle werde ich euch nach und nach vorstellen und auch über Berlin berichte ich später noch.

Jetzt aber erstmal Fotos der Strickreise im April diesen Jahres.

Wie bereits in den vergangenen 2 Jahren fand unsere Strickwoche im Landhaus Schieder, am Rand des Schlossparks statt.

Dort starteten wir täglich mit einem gemeinsamen Frühstück, um uns für den Tag zu rüsten. Anschließend wurde im gemütlichen Tagungsraum am diesjährigen Projekt gestrickt, erzählt und gelacht.

Auch in diesem Jahr hatte ich eine große Auswahl an verschieden Garnen, Modellen und Anleitungen dabei. Dort wurde immer mal wieder geschaut, gefühlt und gestöbert – in aller Ruhe und mit ausreichend Zeit zum Spielen mit Farben und Überlegen. Die gegenseitige Beratung in der Gruppe hat dabei allen viel Spaß gemacht.

Garnauswahl im Tagungsraum

An Tag 4 haben wir unseren ersten Ausflug gemacht. In diesem Jahr ging es zum Freilichtmuseum nach Detmold. Es war leider ein etwas grauer, kalter Tag und ziemlich windig. Aber da es dort ja viele Gebäude zu erkunden galt, waren wir zwischendurch immer wieder geschützt.

Unsere Führung durchs Paderborner Dorf war sehr informativ und beim Mittagessen in der Gaststätte „Im weißen Ross“ konnten wir uns bei einem kleinen Imbiss auch wieder aufwärmen.

Die Tage verflogen wie im Wind und alle Teilnehmenden haben echt fleißig gestrickt. Die Pullover sahen in all den verschiednen Farben wunderschön aus:

Die Rundpasse des Pullis gefiel allen gut und durch das Hinzufügen einer kleinen Raglanschräge ist das Modell auch für jeden individuell anpassbar.

Unser zweiter Ausflug brachte uns in die Rattenfängerstadt Hameln. Dort hatten wir eine wirklich tolle, unterhaltsame und kurzweilige Führung mit dem Rattenfänger. Er nahm uns mit auf eine Reise in die mittelalterliche Stadt. Wir folgten lauschend dem Spiel seiner Oboe und seinen facettenreichen und humorvollen Erzählungen aus jener Zeit, insbesondere natürlich seiner eigenen Geschichte.

Leider geht die Zeit, die man mit lieben Menschen verbringt und die mit vielen schönen Erlebnissen, guten Gesprächen und jeder Menge Spaß gefüllt ist, immer sehr schnell vorbei. So ist auch unsere gemeinsame Strickwoche wie im Flug vergangen und wir mussten schon wieder Abschied nehmen.

Alle Sweater hatten bei Abreise eine wunderschöne Schmetterlingspasse bekommen und sahen einmalig aus:

Rundpassen mit Schmetterlingsmuster

Ich sage DANKESCHÖN an alle Teilnehmenden – es war wieder toll mit euch – hoffentlich bis nächstes Jahr!

Ellen x

Allgemein

Hinter der Zeit…online ist toll – persönlich ist toller :)

Ich muss gestehen, ich war lange fort und es war sehr, sehr lange sehr still hier.

Irgendwie fand ich nichts wirklich erwähnenswert und auch jetzt bin ich nicht sicher, ob das was ich schreibe, wirklich interessiert.

Es gibt soviele Blogger, die deutlich mehr posten, deutlich wichtiger genommen werden und teilweise einen Hype erfahren, der mich staunen und rätseln lässt. Nicht nur auf ihren Webseiten, auch auf Instagram und Co kann man das beobachten. Die Darstellung einiger dort, die automatische Verteilung von Herzchen, die gegenseitigen Lobgesänge, die dadurch entstehenden Vergleiche und der damit verbundene unwillkürliche Druck auf die kleineren frustet zunehmend. Natürlich ist ein Blog wie meiner, auf dem es so selten etwas neues zu sehen und lesen gibt, langweilig – das ist ja klar. Aber es hat sich ja auch erst mit der Zeit so entwickelt – diese Unlust sich mitzuteilen, die eigenen Ideen und Designs zu zeigen- nicht nur hier, sondern generell online.

Ich erlebe in meiner täglichen Arbeit, dass mir der Austausch mit den Menschen in meinen Workshops, Stricktreffs, meinen Angeboten in den Reha-Kliniken und meinen Strickreisen deutlich mehr und ehrlicheres Feedback bringt, als die Online-Plattformen erreichen. Dort muss man ständig tolle Fotos posten, laufend Neues zeigen und sich so extrem ins Zeug legen, das ich kaum mit meiner eigentlichen Arbeit hinterher komme. Ein neues Design zu entwickeln, es anzufertigen, probe zu stricken und eine umfangreiche – auch für nicht so mega versierte Strickerinnen lesbare Anleitung zu schreiben, sie mit guten Fotos zu bestücken und sie dann online zu stellen und zu bewerben, kostet Zeit und macht sich nicht von allein. Ich bin nur ein kleines Eine-Frau-Unternehmen, mit ein bisschen buchhalterischer Hilfe im Hintergrund, kein Unternehmen mit vielen kleinen und großen Helferlein, darum dauert es von der Idee bis zur Veröffentlichung halt eine gewisse Zeit.

Neben dieser kreativen Arbeit müssen aber eben auch noch die diversen Workshops und Kurse vorbereitet und durchgeführt werden. Auch die Vorbereitung der Strickreisen, mit Entwurf eines Modells, Planung der Ausflüge, Werbung und dann endlich die Durchführung, benötigt viel Zeit und Mühe.

Umso mehr freue ich mich über die positiven Rückmeldungen und große Teilnahme an meinen Angeboten. Diese erfolgen dann aber eben direkt und persönlich und machen sich weniger in Form von vielen Follower oder Herzchen bemerkbar.

In diesem Jahr kommen wir Ende April wieder im wunderschönen Ost-Westfalen für die Strickreise zusammen und lassen uns erneut im Hotel Landhaus Schieder verwöhnen. Aus anfangs 5 Tagen sind mittlerweile 8 geworden und die Teilnehmerzahl hat sich auch erhöht, da die Teilnehmerinnen immer gleich für das nächste Jahr buchen und noch die ein oder andere Freundin mitbringen möchten.

Über diese Begeisterung freue ich mich sehr, das ist ein großes Lob und Anerkennung für meine Arbeit :))

Um mich für das positive Feedback in meinen Kursen, Treffs und Reisen, für die teilweise langjährige Begleitung und mentale Unterstützung zu bedanken, habe ich das folgende kleine, aber feine Tuch entworfen.

Das Tuch SIXTY entstand im letzten Monat während meiner kleinen Auszeit an der Nordsee in Husum.

Ich habe es aus der Poema Cashmere von Laines du Nord gestrickt. Das Garn ist ein absoluter Traum – so federleicht und herrlich weich! Der extrem sanfte Farbverlauf macht es, zusätzlich zum Material, noch feiner und eleganter. Die Zusammensetzung der acht dezenten Farbcombis mit einer Lauflänge von 500m auf 100g, sind 80% Merino Wool extrafine und 20% Cashmere – also eine feine Wolke 🙂

Das Tuch ist in kraus rechts gestrickt, an einem Schenkel läuft ein kleines Muster entlang, dass sich ähnlich als Abschluss fortführt. Die Form ist etwas asymmetrisch und lässt sich daher sehr gut tragen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachstricken, den kostenlosen Download findet ihr hier –> Tuch SIXTY

Hier noch ein paar Fotos vom Urlaub in Husum und Umgebung:

Nun schaue ich mal, wie euch das neue Tuch gefällt und freue mich auf eure Fotos und Kommentare hier und auf Instagram und Facebook unter dem Hashtag #tuchsixty.

Alles Liebe

Ellen xo